
Die Erinnerungsorte an den Holocaust sehen sich mit einer besorgniserregenden Entwicklung konfrontiert. Wie eine Recherche des ARD-Politikmagazins Panorama zeigt, haben die Straftaten gegen Gedenkstätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Mit 352 registrierten Taten wurde im Jahr 2024 der höchste Stand seit Beginn der einheitlichen Erfassung im Jahr 2019 erreicht.
Die Gedenkstätten-Leiter sprechen von einem "gesellschaftlichen Rechtsruck" und beobachten, dass auch immer mehr junge Besucher durch rechtsextreme Symbole auffallen. Trotz der Angriffe bleibt das Interesse der Besucher groß – viele Menschen setzen bewusst ein Zeichen, indem sie Gedenkstätten besuchen.
Die Aufklärungsquote bleibt jedoch niedrig: Bei den meisten Taten können keine Tatverdächtigen ermittelt werden.