
Traditionelle Bestattungen belasten die Umwelt – das ist kein Geheimnis. Kremationen stoßen viel CO₂ aus.
Metall-Särge und Beton-Gräber verhindern, dass der Körper natürlich in den Boden zurückkehrt. Nun will der mexikanische Staat Mexiko etwas dagegen tun.
Die Gouverneurin Delfina Gómez Álvarez hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der grüne Friedhöfe ermöglichen soll.
Die Idee: Chemische Einbalsamierung verbieten, Särge aus unbehandeltem Holz oder Pappe verwenden, die von selbst zerfallen. "Grüne Nischen" für Urnen mit Asche würden unter Bäumen oder in Gedenkgärten platziert – und so Bestattungsflächen mit Aufforstung verbinden.
Die Friedhöfe in der Metropolregion Mexiko-Stadt stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen.
Die Gesetzesinitiative wäre nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine Lösung für den Platzmangel.
Die Reaktionen sind gemischt. Befürworter sehen eine Chance, Tradition und Umweltschutz zu verbinden. Kritiker fragen sich, ob die Menschen bereit sind, ihre Bestattungsgewohnheiten zu ändern.